Ginseng – Eine adaptogene Heilpflanze
Adaptogene sind eine einzigartige Klasse von Heilpflanzen, die sowohl anregende als auch beruhigende Eigenschaften besitzen. Sie helfen dem Körper, seine Funktionen im Gleichgewicht zu halten und sich besser an Belastungen anzupassen.
Auch Ginseng zählt zu diesen besonderen Pflanzen. Von den weitreichend erforschten Ginsenosiden weiß man, dass sie sowohl aktivierend als auch entspannend wirken können.
Während einige Ginsenoside den Stoffwechsel und das Leistungsvermögen anregen, fördern andere die Entspannung und innere Ruhe. So gibt die Wurzel genau das, was in der jeweiligen Situation gebraucht wird – eine kongeniale Kombination zur Stärkung des Körpers in Stresssituationen.
Wie wirken Adaptogene?
Adaptogene normalisieren Körperfunktionen unter Stressbelastungen und steigern die Widerstandsfähigkeit. Sie besitzen ein breites Spektrum an Wirkstoffen, die den Organismus – je nach individueller Belastung – regulierend unterstützen. Abhängig vom aktuellen Bedarf wird der Körper so entweder in eine anregende oder beruhigende Richtung geleitet.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Adaptogene erhöhen die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber drei Arten von Stressoren:
- Externe Reize: Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte, Erreger oder Schadstoffe.
- Interne Faktoren: Emotionale Belastungen wie Angstzustände oder depressive Verstimmungen.
- Körperliche Reize: Belastungen durch intensives Training oder Wettkampf.
Ginseng – Die Nummer Eins unter den Adaptogenen
Qualitativ hochwertige Adaptogene können uns helfen, Zeiten hoher Belastung besser zu überstehen. Ihr Potenzial ist erstaunlich – wie zum Beispiel am Wirkstoff Ginseng ausführlich dokumentiert ist.
Im Hinblick auf die Zeitdauer der Anwendung und die Studienlage nimmt der echte Panax Ginseng den unbestrittenen Spitzenplatz unter den Adaptogenen ein. Auch was die Anzahl wissenschaftlich fundierter, randomisierter und placebokontrollierter klinischer Studien betrifft, ist der Ginseng unangefochten die Nummer eins.
Quelle: S\MOVES – Umdenken im Stress (Bernd & Janna Küllenberg, S. 187–188)