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FAQ: Häufig gestellte Fragen

In unserem FAQ-Bereich haben wir die häufigsten Fragen gesammelt, die Sie uns im Laufe der Zeit gestellt haben. Erfahren Sie alles über die Herkunft, den Anbau, der Herstellung und den Anwendungsgebieten unseres koreanischen roten Ginsengs.

Die Ginsengwurzel

Ginseng ist eine traditionsreiche Heilpflanze, die seit Jahrhunderten insbesondere in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zur Stärkung und Harmonisierung des Körpers eingesetzt wird. Er wird vor allem bei Müdigkeit, Erschöpfung sowie bei nachlassender körperlicher und geistiger Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit verwendet. Zudem wird Ginseng eine unterstützende Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben.
Weißer und roter Ginseng stammen von derselben Ginseng-Wurzel. Um roten Ginseng herzustellen, wird die weiße Wurzel (der weiße Ginseng) geerntet und anschließend durch ein schonendes Dampfverfahren behandelt. Dabei karamellisiert der natürliche Zucker in der Wurzel, wodurch sich die charakteristische rötliche Farbe entwickelt und der rote Ginseng entsteht. Dieser Prozess verändert die Inhaltsstoffe, erhöht die bioaktive Wirkung und macht die Wurzel länger haltbar. Roter Ginseng wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) besonders geschätzt, da ihm eine belebende („yang“) Wirkung zugeschrieben wird.
Ginseng ist eine adaptogene Arzneipflanze. Adaptogene werden definiert als Substanzen ohne giftige Wirkung, die die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber physischen, chemischen oder biologischen Stressoren erhöhen. Sie üben dabei einen normalisierenden Effekt aus, unabhängig vom aktuellen Befund und tragen dazu bei, dass sich der Körper an verschiedene Umweltfaktoren anpasst.
Ginsenoside sind die bioaktiven Pflanzenstoffe, die dem Ginseng seine kräftigenden und adaptogenen Eigenschaften verleihen. Neben den über 30 Ginsenosiden enthält die sechs Jahre gereifte Ginsengwurzel eine Vielzahl weiterer wertvoller Inhaltsstoffe. Dazu zählen Polysaccharide, Polyphenole, 21 Aminosäuren, ätherische Öle, organische Säuren, Spurenelemente, Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe. Erst nach der vollständigen Reifezeit von 6 Jahren sind diese Inhaltsstoffe in ihrer Vielfalt ausgebildet.

Herkunft und Anbau

Die Art „Panax ginseng C. A. Meyer“ wurde im historischen Königreich Korea entdeckt, dessen Gebiet das heutige Nord- und Südkorea sowie angrenzende Teile Chinas umfasst. Als zuerst entdeckte Ginseng-Art gilt sie daher als der „echte Ginseng“. Der Begriff „koreanischer Ginseng“ bezeichnet somit die botanische Spezies und ihre historische Herkunft – unabhängig von heutigen politischen Grenzen.
Unser Ginseng wird in der Provinz Jilin angebaut. Dort arbeiten wir eng mit langjährigen Partnern zusammen und sind regelmäßig persönlich vor Ort, um Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung zu begleiten und zu kontrollieren.
Erst nach sechs Jahren erreicht die Ginsengwurzel ihre volle Reife und bildet ein besonders breites Spektrum an über 30 Ginsenosiden aus. Nach heutigem Wissensstand gilt gerade dieses ausgewogene Gesamtprofil als wichtiger Schlüssel für die vielfältigen Anwendungsbereiche von Ginseng. Voraussetzung dafür sind sowohl die lange Wachstumszeit als auch die Verarbeitung der gesamten Wurzel – so wie wir es bei unseren Produkten umsetzen.
Im Vergleich zu weißem Ginseng gibt es weltweit deutlich mehr klinische Studien, die sich mit der Wirkung von rotem Ginseng beschäftigen, was seine Bedeutung in der modernen Wissenschaft unterstreicht. Beide Ginseng-Arten, weiß und rot, haben jedoch ihre Daseinsberechtigung, da sie jeweils unterschiedliche Vorteile und Anwendungen bieten.

Qualität

Die lange Anbauzeit von sechs Jahren ist sehr kostenintensiv und macht hochwertigen Ginseng entsprechend teurer. In günstigen Ginseng-Produkten wird hingegen junger Ginseng stark extrahiert. Dadurch kann zwar ein hoher Ginsenosidgehalt erzielt werden, es fehlt jedoch meist das ausgewogene Ginsenosid-Spektrum, das sich erst in der voll ausgereiften Ginsengwurzel entwickelt.
Der Gesamt-Ginsenosidgehalt von Ginseng kann maximal 4,5% betragen, was erst nach sechs Jahren Wachstum der Wurzel erreicht wird. Höhere Ginsenosid-Gehalte in Produkten sind durch Extraktion möglich, wobei das Extraktionsverhältnis entscheidend ist. Ein stärkeres Extrakt mit einem höheren Ginsenosid-Anteil bedeutet jedoch nicht automatisch eine höhere Wirksamkeit. Oft wird junger Ginseng mit geringem Ginsenosidgehalt stark extrahiert, um einen hohen Prozentsatz zu erreichen, jedoch fehlen in jungen Wurzeln noch wichtige Inhaltsstoffe, was die Gesamtwirkung des Ginsengs beeinträchtigen kann.
Ginseng ist nicht gleich Ginseng – auf die Qualität kommt es an. Damit Ginsengprodukte zuverlässig wirken, definiert das Europäische Arzneibuch (Ph. Eur.) klare Vorgaben zu den Ginsenosiden – den wichtigsten Wirkstoffen im Ginseng.
Für getrocknete Ginsengwurzel schreibt das Europäische Arzneibuch einen Mindestgehalt von 0,4 % der beiden Leitsubstanzen Ginsenosid Rb1 und Rg1 vor. Diese Ginsenoside gelten als zentrales Qualitätsmerkmal und belegen, dass es sich um echten, wirksamen Ginseng handelt. Bei unseren 300 mg Wurzelpulver Kapseln und Tabletten ist der Gehalt dieser beiden Ginsenoside im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie der arzneilich vorgeschriebene Qualitätsstandard – also bei über 0,8 %.
Für Ginseng-Trockenextrakt, wie er in unseren Pulverextrakt Kapseln und in unserem Ginseng Tee verwendet wird, schreibt das Europäische Arzneibuch (Ph. Eur.) einen Mindestgehalt von 4 % Ginsenosiden vor. Dieser Wert bezieht sich auf die Summe der Ginsenoside Rb1, Rb2, Rc, Rd, Re, Rf, Rg1 und Rg2. Bei unseren Pulverextrakt Kapseln ist der Gehalt dieser Ginsenoside im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie der arzneilich vorgeschriebene Qualitätsstandard – also bei über 8 %.